Wieder „stille“ Proteste gegen Präsident Lukaschenko

Festnahmen während einer Demonstration gegen die Regierung in Weißrussland
Trotz eines Kundgebungsverbots gehen die Menschen auf die Straße.

Erneut sind bei einer friedlichen Demonstration gegen die weißrussische Regierung in der Hauptstadt Minsk dutzende Menschen festgenommen worden. Rund 50 Demonstranten, darunter Fotografen und der Chef der Oppositionsgruppe Junge Front, Mikola Demidenko, wurden von den Sicherheitskräften abgeführt, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Hunderte Menschen hatten sich wie bereits in den vergangenen Wochen mittwochs trotz massivem Polizeiaufgebot zu einem „stillen“ Protest gegen Präsident Alexander Lukaschenko auf den Straßen eingefunden. Da sämtliche Zugänge zum zentralen Platz in der weißrussischen Hauptstadt von Sicherheitskräften blockiert wurden, versammelten sich die Demonstranten rings um den Platz und klatschten in die Hände, ohne jedoch etwas zu rufen. Autos fuhren hupend vorbei, um ihre Solidarität mit den Protestierenden zu bekunden.

Die Proteste halten trotz Demonstrationsverbot seit Wochen an und werden meist über soziale Netzwerke im Internet organisiert. Allein seit Juni wurden mehr als 1800 Menschen festgenommen und oft zu 5 bis 15 Tagen Ordnungshaft verurteilt. Die Ex-Sowjetrepublik steckt in einer schweren Wirtschaftskrise.

Original, Google Cache, archive.org

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