Blackstone kauft Jack Wolfskin

Logo des Outdoorausrüsters Jack Wolfskin
Jack Wolfskin soll vor allem in China weiter wachsen.

Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin wechselt erneut den Besitzer. Der Londoner Finanzinvestor Blackstone übernimmt die Firma aus dem hessischen Idstein von den bisherigen Eigentümern, den Finanzinvestoren Quadriga und Barclays Private Equity. Zum Kaufpreis machte Jack Wolfskin keine Angaben. Laut Schätzungen von Branchenexperten dürfte er bei rund 700 Millionen Euro liegen. Quadriga und Barclays Private Equity hatte das Unternehmen seit dem Jahr 2006 gehört. Sie hatten den Hersteller von Funktionsbekleidung damals für 93 Millionen Euro von Bain Capital übernommen.

Geschäftsführer verlässt das Unternehmen

Der seit 25 Jahren amtierende Geschäftsführer Manfred Hell, der eine zentrale Rolle beim Aufstieg von Jack Wolfskin spielte, verlässt das Unternehmen im Zuge des Verkaufs. Ein Nachfolger steht laut Unternehmensangaben noch nicht fest. Blackstone will nach der Übernahme die Internationalisierung des Unternehmens vorantreiben. China soll Deutschland bald als größten Absatzmarkt ablösen. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz in Europa um 21 Prozent auf 304 Millionen Euro.

Jack Wolfskin war 1981 als Eigenmarke des Frankfurter Outdoor-Spezialladens Sine gegründet worden. Nach der Abtrennung von dem Handelsunternehmen wurde Jack Wolfskin bereits mehrere Male mit jeweils erheblichen Preissteigerungen an Finanzinvestoren verkauft. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen mehr als 460 Mitarbeiter. Europaweit und in Asien sind Jack-Wolfskin-Produkte derzeit in mehr als 400 Franchise-Geschäften und an mehr als 4000 Verkaufsstellen erhältlich.

Original, Google Cache, archive.org

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