Dauerregen lässt Flüsse weiter steigen

Ein Auto fährt durch eine Riesenpfütze
Ein Auto fährt in der Dresdner Heide nahe dem sächsischen Radeberg durch eine Riesenpfütze.

Starker Dauerregen hat das Wasser in vielen Flüssen in Sachsen und Bayern weiter ansteigen lassen – und zumindest in Ostsachsen ist kein Ende absehbar: Der Deutsche Wetterdienst rief für die Region die höchste Unwetterwarnstufe aus. Noch bis Freitagmorgen soll dort ergiebiger Dauerregen fallen.

In den vergangenen zwölf Stunden seien zum Teil mehr als 100 Liter pro Quadratmeter gefallen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Mehrere Straßen wurden überflutet, einige Keller wurden leergepumpt, und vereinzelt wurden Bäume vom Sturm entwurzelt, sagte ein Sprecher der Polizei in Görlitz.

Für die Spree im Landkreis Bautzen sowie am Schwarzen Schöps im Kreis Görlitz galt am Morgen die zweithöchste Hochwasseralarmstufe 3. Sachsens Landeshochwasserzentrum warnte in der Nacht für die Lausitzer Neiße und den Oberlauf der Spree vor Hochwasser. Auch an der Schwarzen Elster sowie für Nebenflüsse der oberen Elbe und Mulde gelten Hochwasserwarnungen. Mehr dazu lesen Sie beim MDR.

Steigende Wasserstände an Regnitz und Donau

Nach erneuten Regenschauern sind auch in Bayern die Wasserstände mehrerer Flüsse weiter gestiegen. Aber nach der Prognose des Hochwassernachrichtendienstes wird die Meldestufe eins nur an einzelnen Pegeln knapp überschritten. Damit sei zum Beispiel in Kelheim, Regensburg und Passau zu rechnen. Meldestufe eins bedeutet kleinere Ausuferungen, die keine größeren Schäden anrichten. Mehr dazu lesen Sie beim BR.

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Eine Tote und Verletzte in Polen

Im Nachbarland Polen kam eine Frau in der Nacht bei heftigen Unwettern ums Leben. Eine 30-Jährige sei vom Dach ihres Hauses in Kolodziaz etwa 50 Kilometer östlich von Warschau erschlagen worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Fernsehsender TVN24. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

Zudem seien mehrere Touristen in den Masuren verletzt worden, auf deren Zelte und Wohnwagen Bäume gestürzt waren. In Warschau sei ein Mensch ins Krankenhaus eingeliefert worden, der von einem umstürzenden Baum verletzt worden sei. Zudem wurden in der polnischen Hauptstadt mehrere U-Bahnstationen und ein Busbahnhof überschwemmt. In der Umgebung der zentralpolnischen Stadt Lodz deckten die Stürme Hunderte Dächer ab. Tausende Haushalte in der Region waren von der Stromversorgung abgeschnitten.

Auch in Tschechien rief Dauerregen die Feuerwehr auf den Plan. In der Region Pilsen brachten Einsatzkräfte wegen des gefährlich hohen Pegelstands 75 Kinder aus einem Ferienlager an einem Fluss in Sicherheit.

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