Westerwelle besucht Bundeswehr in Masar-i-Scharif

Westerwelle bei der Bundeswehr in Masar-i-Scharif
In Masar-i-Scharif gedachte Westerwelle auch der gefallenen Bundeswehrsoldaten.

Am zweiten Tag seiner Afghanistan-Reise hat Außenminister Guido Westerwelle die deutschen Soldaten in Masar-i-Scharif besucht. Bei den Gesprächen in der bislang zum Verantwortungsbereich der Bundeswehr gehörenden Stadt im Norden des Landes sollte es um die geplante Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen gehen.

Bis 2014 sollen die internationalen Kampftruppen abgezogen und der Übergabeprozess im ganzen Land abgeschlossen sein. Westerwelle betonte, dass damit das deutsche Engagement am Hindukusch aber nicht beendet sein wird: „Wir werden auch nach 2014 unsere Verantwortung für Afghanistan wahrnehmen.“ Einen konkreten Zeitplan für den Abzug wollte er allerdings nicht nennen. Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung bezeichnete er als „einen neuen Abschnitt in unserer Afghanistan-Politik“.

Regionalkommandos der ISAF-Einheiten
Bis 2014 sollen die internationalen Kampftruppen das Land verlassen.

Bundeswehr leitet ISAF-Regionalkommando in Masar-i-Scharif

In Masar-i-Scharif befindet sich das von der Bundeswehr geführte Regionalkommando Nord der NATO-Truppe ISAF. Die Stadt galt lange als einer der wohlhabendsten und sichersten Orte des Landes. Erst am Mittwoch wurden bei einem Selbstmordanschlag drei afghanische Zivilisten getötet. Im Frühjahr stürmte ein von Aufrührern angestachelter Mob das Gelände der Vereinten Nationen, sieben Ausländer wurden getötet. Die ISAF sieht die Sicherheitslage im Norden Afghanistans insgesamt aber als verbessert an.

Westerwelle hatte seine vierte Afghanistan-Reise innerhalb von zwei Jahren gestern in Kabul begonnen. Dort traf er den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, Außenminister Salmai Rassul und den neuen ISAF-Kommandeur John Allen.

Sendungsbild
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  • Westerwelle zu Besuch in Afghanistan
  • Länge: 0:01:35
  • Datum: 2011-07-21T20:25:00.000+02:00

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