„Tiefe Anteilnahme“

Trauer nach Attentaten in Norwegen
Ein Mann legt vor den skandinavischen und nordischen Botschaften in Berlin Blumen nieder.

Weltweit haben Staats- und Regierungschefs mit Abscheu auf den Doppelanschlag in Norwegen reagiert. Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel äußerten sich bestürzt über die Bluttat. Der Bundespräsident drückte Norwegens König Harald V. sein Beileid aus: „Ich möchte Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, meine tief empfundene Anteilnahme aussprechen. Deutschland und die Deutschen stehen in dieser schweren Stunde fest an Ihrer Seite.“

Auch Merkel zeigte sich erschüttert: „Mit Entsetzen habe ich von dem schweren Anschlag im Regierungsviertel von Oslo erfahren“, hieß es in einer in Berlin veröffentlichten Erklärung. „Die Hintergründe dieser menschenverachtenden Tat sind zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Klar ist, dass wir alle, die an Demokratie und friedliches Zusammenleben glauben, solchen Terrorismus, womit auch immer er begründet wird, scharf verurteilen müssen.“

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte in New York, die Vereinten Nationen stünden „in diesem furchtbaren Moment einig an der Seite des norwegischen Volkes“. Er verurteilte die Gewalttaten und sprach den Familien der Opfer und der Regierung seine Anteilnahme aus.

Die britische Königin Elizabeth II. drückte in einem Brief an Harald V. ebenfalls ihr Mitgefühl aus. Sie sei tief betroffen und geschockt, hieß es nach Angaben eines Palastsprechers in dem Brief. Ihr Mann Prinz Philip und sie selber seien voll Mitgefühl für den König und die Menschen in Norwegen. „Unsere Gebete und Gedanken sind bei all denen, die von diesen schrecklichen Gräueltaten betroffen sind.“

Anfangs Spekulationen über islamistischen Hintergrund

Der britische Premierminister David Cameron ließ bereits am Freitagabend mitteilen, er sei geschockt und tief betroffen. Unter dem Eindruck eines möglichen islamistischen Hintergrunds der Anschläge bot er Hilfe an: „Wir werden mit Norwegen zusammenarbeiten, um die Mörder zu jagen, die das getan haben, und um den Tod von noch mehr Unschuldigen zu verhindern.“

Halbmastbeflaggung in Oslo
Überall in Norwegen – wie hier vor dem Rathaus in Oslo – wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.

Auch Russlands Präsident Dimitri Medwedjew hatte eine schonungslose Bestrafung der Täter gefordert. „Die Organisatoren dieser sinnlosen Tat müssen zur Verantwortung gezogen werden“, schrieb Medwedjew in einem Telegramm. Für die Ermordung friedlicher Bürger gebe es keine Rechtfertigung, hieß es in dem Schreiben. Russland stehe in dieser schwierigen Stunde an der Seite Norwegens. „Wir fühlen mit den Angehörigen der Opfer“, betonte der Staatschef.

US-Präsident Barack Obama rief zu einer stärkeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror auf. „Es ist eine Mahnung, dass die gesamte internationale Gemeinschaft dazu beitragen muss, dass solch ein Terrorakt nicht passiert“, sagte Obama in Washington.

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