Mehr als 230 Verletzte bei Demonstration in Kairo

Zusammenstöße am Rand einer Demonstration in Kairo: Menschen werfen Steine
Gewalt zwischen Gegnern und Anhängern der Militärführung in Ägypten

Mehr als 230 Menschen wurden nach Regierungsangaben bei Zusammenstößen zwischen Oppositionellen und Anhängern der Militärregierung verletzt. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, versuchten rund tausend Demonstranten, begleitet von Rufen wie „Nieder mit der Militärgewalt“, vor das Verteidigungsministerium und den Sitz der Militärregierung zu ziehen.

Dort wurden sie von Sicherheitskräften aufgehalten. Am frühen Abend kam es dann jedoch zu Auseinandersetzungen zwischen den Oppositionellen und Anhängern der Militärregierung. Beide Seiten warfen Steine und Molotow-Cocktails aufeinander.

Tantawi steht selbst in der Kritik

Der Chef des Militärrats, Marschall Hussein Tantawi, hatte wenige Stunden zuvor noch einmal seinen Willen zu Demokratie bekräftigt. In einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache sicherte er erneut „freie und gerechte“ Parlamentswahlen, eine neue Verfassung und die Wahl eines Präsidenten durch das Volk zu.

Tantawi führt seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak Mitte Februar die Geschicke des Landes. Allerdings steht er selbst auch in der Kritik. Tantawi diente rund 20 Jahre lang als Verteidigungsminister unter Mubarak.

Vorwürfe an die Militärbehörden

Die Demonstranten werfen den nun regierenden Militärbehörden vor, die angekündigten Reformen zu langsam anzugehen und an repressiven Maßnahmen der früheren Führung festzuhalten.

Original, Google Cache, archive.org

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