Mindestens 35 Tote bei Zugunglück in China

Entgleister Zug in Wenzhou, China.
Rettungskräfte arbeiten an den entgleisten Waggons.

Bei dem Zusammenstoß von zwei Hochgeschwindigkeits-Zügen in China sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Ein Zug sei auf einer Brücke im Osten des Landes nahe der Stadt Wenzhou in einen stehenden Zug gerast, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt.

Fernsehsender: Stromausfall war Ursache

In einem schweren Gewitter hatte der Blitzeinschlag die Stromversorgung des Hochgeschwindigkeitszuges D3115 lahmgelegt, wie der Fernsehsender von Hangzhou berichtete. Er sei daraufhin nicht mehr zu steuern gewesen. Der Zug sei schließlich ganz langsam gefahren und praktisch zum Stillstand gekommen, als ein anderer Zug mit der Nummer D301 aufgefahren sei. Nach Medienberichten sollen die Waggons jeweils rund 100 Passagiere fassen.

Das Unglück ist ein weiterer schwerer Schlag für das Hochgeschwindigkeitsnetz in China. Das ehrgeizige Programm, das viele Milliarden verschlungen hat, war in den vergangenen Wochen schon ins Gerede gekommen. Insbesondere die gerade neu eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Shanghai machte wiederholt mit technischen Problemen und Verspätungen von sich reden.

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