Neue Großdemonstration gegen Madrids Sparpolitik

Mehrere Tausend Menschen haben gestern in Madrid erneut gegen den Sparkurs der Regierung und die hohe Arbeitslosigkeit protestiert. Die Demonstranten zogen vom Bahnhof Atocha zum zentralen Platz Puerta del Sol. Dabei skandierten sie: „Wir zahlen nicht für diese Krise“ und „Auf zum Parlament“ sowie „Sie vertreten uns nicht“. Kurz kam der Protestmarsch an der zum Parlament führenden, von der Polizei abgesperrten Straße zum Stehen.

Tausende protestieren in Madrid
Tausende zogen durch Madrid, um gegen die Sparpolitik zu demonstrieren.

Bereits am Samstagabend waren in Madrid Demonstrierende aus verschiedenen Städten des Landes zum Protest zusammengekommen. Die mit Schlafsäcken und Matten beladenen Demonstranten hatten sich Ende Juni von zahlreichen Städten aus aufgemacht, um bei einem Marsch durch das Land auf die hohe Arbeitslosigkeit, Sozialkürzungen und Korruption aufmerksam zu machen. Auf ihrem Weg machten sie immer wieder Station, um Einwohner der Dörfer und Städte zu treffen und ihnen die Probleme des Landes vor Augen zu führen.

Vor den Toren Madrids schlossen sich dann am Samstag zahlreiche Einwohner der Hauptstadt an, um die Demonstranten auf ihrem letzten Wegstück zu begleiten. Auf der Puerta del Sol verfolgten schließlich tausende Menschen eine Kundgebung. Slogans wie „Die Schuldigen müssen für die Krise zahlen“ und „Zuerst Kürzungen für die Reichen“ standen auf den Plakaten der Demonstranten.

Auf der Puerta del Sol hatte die wegen der Wirtschaftskrise gegründete Bewegung der „Empörten“ vor gut zwei Monaten ein Protestcamp aufgeschlagen, um gegen die Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven im Land zu protestieren. Das Camp wurde Mitte Juni aufgelöst. Seitdem versucht die Gruppe mit anderen Aktionen auf die Probleme Spaniens aufmerksam zu machen.

Sendungsbild
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  • Proteste in Madrid: Tausende demonstrieren erneut gegen hohe Arbeitslosigkeit
  • Länge: 0:00:24
  • Datum: 2011-07-24T20:44:00.000+02:00

Original, Google Cache, archive.org

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