Ackermann bekommt zwei Nachfolger

Die Deutsche Bank wird ab Mai kommenden Jahres von einer Doppelspitze geführt: Der bisherige Deutschland-Chef Jürgen Fitschen und der Investmentbanker Anshu Jain werden nach der Hauptversammlung 2012 den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann ablösen, wie das Institut nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mitteilte.

Ackermann bleibt der Bank aber erhalten: Der Schweizer soll künftig den Aufsichtsrat führen. Mit diesem Schritt sollten „das Wissen, die Erfahrung und die Verbindungen“ Ackermanns „auch in Zukunft für die Bank erhalten bleiben“, hieß es in der Erklärung. Ackermann erklärte dazu, er freue sich „über die vom Aufsichtsrat beschlossene Neuordnung an der Spitze der Bank“. Die Hauptversammlung muss dem Wechsel noch zustimmen.

Auch die neue Doppelspitze äußerte sich erwartungsgemäß positiv zur Neubesetzung. Er könne sich „keinen besseren Partner“ als Jain vorstellen, erklärte Fitschen. Jain sagte, er fühle sich „zutiefst geehrt“, die Deutsche Bank künftig gemeinsam mit Fitschen „führen zu dürfen“.

Ein Kronprinz und eine Übergangslösung?

Der 48-jährige Jain, seit 1995 im Unternehmen, wurde seit Jahren als Kronprinz gehandelt. Seit gut einem Jahr führt Jain das Investmentbanking – dazu zählen der Handel mit Devisen, Rohstoffen und Aktien – alleine. Der Inder genießt in der Finanzwelt ein hohes Ansehen. Er ist nun bis Ende Mai 2017 als Vorstandsmitglied bestellt.

Jürgen Fitschen genießt als langjähriger Firmenkundenchef das Vertrauen von Unternehmen im In- und Ausland. Dem 62-Jährigen dürfte die Rolle des „Politikers“ in dem Führungsduo zuteilwerden. Der Niedersachse kam 1987 zur Deutschen Bank und gilt manchen wegen seines Alters als Übergangslösung. Sein Vorstandsmandat wurde bis Ende Mai 2015 verlängert.

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