BlackBerry-Hersteller streicht 2000 Jobs

Hände bedienen ein BlackBerry von RIM
BlackBerry-Smartphones verkaufen sich derzeit schlechter als iPhones von Apple.

Unter dem Druck der Konkurrenz baut der BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) Personal ab. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben 2000 Stellen in allen Konzernbereichen streichen. Betroffene Mitarbeiter in Nordamerika und einigen anderen Ländern sollten noch im Lauf der Woche informiert werden. Sie sollen Abfindungen erhalten. Ziel sei es, die Zahl der Beschäftigten auf 17.000 zu reduzieren. RIM hatte den Stellenabbau schon vor einigen Wochen angekündigt, nannte aber erst jetzt konkrete Zahlen

Starke Konkurrenz durch Apple

Das kanadische Unternehmen zählt zu den Pionieren im aufstrebenden Bereich der Smartphones. Der BlackBerry ist nach wie vor bei Managern und Politikern beliebt. RIM hat aber Probleme angesichts der Konkurrenz durch das iPhone von Apple und Smartphones mit dem Betriebssystem Android von Google. Von April bis Mai verkaufte das Unternehmen 13,2 Millionen Blackberry-Handys und 500.000 Stück seines neuen Tablet-Computer Playbook. Im selben Zeitraum setzte Apple 18,7 Millionen iPhones und 4,7 Millionen iPads ab. RIM hatte lange vor allem auf eine große Tastatur gesetzt, während Apple seine Erfolge nicht zuletzt dem Einsatz der großen, berührungsempfindlichen Bildschirme verdankte.

RIM hatte im zweiten Quartal des laufenden Jahres zwar bessere Geschäfte gemacht als im Vergleichszeitraum 2010. Doch gegenüber den Verkaufszahlen zu Jahresbeginn zeigte der Trend nach unten. Das Unternehmen hatte daraufhin bereits seine Gewinnprognose für 2011 gesenkt. Parallel zum nun angekündigten Personalabbau wird auch das Management umgebaut.

Original, Google Cache, archive.org

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