In Deutschland sind Autos am teuersten

Autofahrer müssen in Deutschland mehr für Neuwagen zahlen als in allen anderen Ländern der Eurozone. Eine Vergleichsstudie der EU-Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die Preise für neue Pkw hierzulande 7,7 Prozent höher liegen als der Durchschnittspreis in den 17 Euro-Staaten. Am billigsten sind die Fahrzeuge in Griechenland. Dort kosten Neuwagen im Schnitt 5,6 Prozent weniger als im Rest der Eurozone. Grundlage des Vergleichs waren die Listenpreise der Hersteller (ohne Steuern) zu Beginn des laufenden Jahres. Nicht berücksichtigt sind die beim Neuwagenkauf oft gewährten Rabatte.

Insgesamt näherten sich die Preise in der EU im vergangenen Jahr zwar an. Dennoch registrierte die EU-Kommission bei vielen Modelle große Unterschiede zwischen dem günstigsten und dem höchsten Preis. Diese lagen beim Fiat Punto bis zu 44,3 Prozent auseinander, beim Renault Clio bis zu 49,5 Prozent und beim VW Polo bis zu 34,4 Prozent. Der in Deutschland meistverkaufte VW Golf kostet hierzulande laut der Aufstellung 14.139 Euro und in Finnland 11.795 Euro. Für einen Ford Fiesta liegt der Listenpreis in der Bundesrepublik bei 11.681 Euro, in Ungarn umgerechnet bei 8504 Euro.

Reale Preise sinken

In der Europäischen Union insgesamt stiegen die Listenpreise der 89 gängigsten Modelle binnen eines Jahres im Schnitt lediglich um 0,3 Prozent. Die Inflationsrate lag mit 2,8 Prozent deutlich darüber. Die realen Pkw-Preise seien daher gesunken und lägen 2,5 Prozent niedriger als im vergangenen Jahr, erklärte die EU-Kommission. In Deutschland habe das Minus bei 1,9 Prozent gelegen. Damit setzte sich der Trend der vergangenen zehn Jahr fort. Dies mache deutlich, dass der Wettbewerb zwischen den Herstellern funktioniere.

Euro-Länder mit den niedrigsten Neuwagenpreisen
Pl. Land Abweichung vom Durchschnittspreis der Eurozone
1. Griechenland -5,6 Prozent
2. Slowenien -4,8 Prozent
3. Malta -4,3 Prozent
Euro-Länder mit den höchsten Neuwagenpreisen
Pl. Land Abweichung vom Durchschnittspreis der Eurozone
1. Deutschland +7,7 Prozent
2. Luxemburg +7,0 Prozent
3. Österreich +4,3 Prozent

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