Bewegender Abschied von Amy Winehouse

Amy Winehouse ist im Familien- und Freundeskreis beigesetzt worden. Rund 300 Menschen kamen zu der bewegenden Zeremonie auf einem Friedhof in Nord-London. Winehouses Vater bedankte sich bei den Fans – die weiter viel Anteil nehmen. Die Todesursache ist unterdessen noch unklar.

Von Torsten Huhn, NDR-Hörfunkstudio London

Familie und enge Freunde haben Abschied von Amy Winehouse genommen. Etwa 300 Menschen nahmen an der Beerdigung im Norden Londons teil. Unter ihnen waren Amys Produzent Mark Ronson und die Musikerin Kelly Osbourne, die ihre Haare – wie andere Gäste auch – in dem von Amy bekannten Beehive-Stil trug. Die Öffentlichkeit war ausgeschlossen, die Familie hatte um Privatsphäre für die Beisetzung gebeten.

Ein Foto Amy Winehouse auf der Einladungskarte zur Trauerfeier
Ein Foto Amy Winehouse auf der Einladungskarte zur Trauerfeier

Gäste berichten von einer eher freudigen, bewegenden Feier. Man habe gemeinsam auf Amys Leben zurückgeblickt. Ihr Vater habe Geschichten aus ihrer Kindheit erzählt und gesagt, dass Amy nun glücklicher sei als sie in ihrem Leben jemals habe sein können. Zum Abschluss sangen die Trauergäste das Lieblingslied der Sängerin, „So Far Away“ von Carole King. Im Anschluss an die Feier wurde Amys Körper zur Einäscherung in ein Krematorium gebracht.

Todesursache noch nicht bekannt

Fans legen vor dem Haus am Camden Square Blumen und Trauerkarten nieder
Immer noch legen Fans vor ihrem Haus am Camden Square Blumen und Trauerkarten nieder

Die Sängerin war am Samstag im Alter von 27 Jahren gestorben. Die Todesursache ist noch nicht bekannt. Gestern war zwar ihr Leichnam obduziert worden – doch die Polizei teilte anschließend mit, dass noch toxikologische Untersuchungen stattfinden müssten, bevor man etwas zur Todesursache sagen könnte. Es wird bis zu vier Wochen dauern, bis die Ergebnisse aus dem Labor vorliegen.

Allgemein wurde spekuliert, dass Amy Winehouse an einer Überdosis Drogen gestorben ist. Zuletzt war aber auch von einem möglichen Herzinfarkt die Rede.

Vater dankt mittrauernden Fans

Amys Winehouses Vater Mitch
Amys Winehouses Vater Mitch bedankte sich auf der Trauerfeier bei den Fans seiner Tochter.

Vor Amys Haus im Stadtteil Camden legen Fans noch immer Blumen ab und zünden Kerzen an. Ihr Vater Mitch hatte sich gestern bei den Fans für ihre Anteilnahme bedankt: „Ich freue mich, dass ihr alle hier seid. Ich kann euch gar nicht sagen, was das für uns bedeutet. Es macht es um einiges leichter für uns.“

Der Schock über den plötzlichen Tod der Sängerin hält an, auch wenn allgemein bekannt war, dass es ihr wegen ihrer Alkohol- und Drogenprobleme gesundheitlich nicht gut ging. Mehrere Aufenthalte in Entzugskliniken hatten ihr nicht geholfen, sie war immer wieder rückfällig geworden.

Inzwischen wird spekuliert, dass ein Album mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen von Amy Winehouse herauskommen könnte. Es soll fünf neue Songs von ihr geben. Die Sängerin hatte immer wieder versucht, ein drittes Album fertig zu stellen, doch wegen ihrer Suchtprobleme scheiterte sie damit.

Original, Google Cache, archive.org

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