„Ausblick negativ“

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Griechenlands weiter herabgestuft. Sie senkte ihre Note für die griechische Bonität um zwei Stufen auf „CC“.

Die S&P-Definition für „CC“ lautet „currently highly vulnerable“ (auf Deutsch: „aktuell sehr gefährdet“). Unterhalb dieses Ratings liegen noch die Stufen „C“und „D“, die für Zahlungsausfall steht. Den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Griechenlands bewertete S&P erneut mit „negativ“. Damit drohen dem Land weitere Abstufungen.

Fitch geht von „beschränktem Kreditausfall“ aus

Standard & Poor's in New York
Standard & Poor’s stufte Griechenland herab

Die Ratingagentur Fitch hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, kurzfristig sogar einen teilweisen Ausfall griechischer Staatsanleihen feststellen zu wollen. Hintergrund ist die auf dem Euro-Sondergipfel beschlossene Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Rettung. Man werde deshalb kurzfristig von einem „beschränkten Kreditausfall“ ausgehen, erklärte Fitch.

Die großen Ratingagenturen Fitch, S&P und Moody’s stehen seit Beginn der Finanz- und Schuldenkrise am Pranger. Nahezu der gesamte Weltmarkt für Kreditbewertungen wird von den drei großen Agenturen beherrscht.

Kritiker monieren, mit ihren Herabstufungen würden sie Staaten in den Ruin treiben. Außerdem müssen sich die Agenturen gegen den Verdacht wehren, gezielt gegen Staaten der Eurozone vorzugehen.

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