Auch Großbritannien erkennt libysche Rebellen an

Davutoglu und Jalil
Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu und Mustafa Abdul Jalil, Präsident des Nationalen Übergangsrats,

Mit Großbritannien hat ein weiteres Land den libyschen Übergangsrat als legitime Regierung des Landes anerkannt. Acht Gaddafi-treue Diplomaten in London seien aufgefordert worden, das Land innerhalb von drei Tagen zu verlassen, sagte der britische Außenminister William Hague.

Zudem werde eingefrorenes Vermögen aus dem libyschen Ölgeschäft in Höhe von 91 Millionen Pfund (102 Millionen Euro) freigegeben, um die Rebellen in dem nordafrikanischen Land zu unterstützen. Der Übergangsrat sei eingeladen worden, einen eigenen Botschafter nach London zu entsenden, sagte Hague weiter.

Erklärung der mehr als 30 Staaten der Libyen-Kontaktgruppe

Der Schritt der Londoner Regierung setzt eine Erklärung der mehr als 30 Staaten der Libyen-Kontaktgruppe vom 15. Juli um. Nach einem Treffen in Istanbul kündigten die Mitglieder des Gremiums an, die libyschen Rebellen so lange als Ansprechpartner zu betrachten, bis eine Übergangsregierung eingesetzt sei.

Zu den Ländern, die den Übergangsrat der Rebellen als legitime Vertretung Libyens anerkannt haben, zählt auch Deutschland. Inzwischen stellte sich auch die Türkei trotz der langen und intensiven Wirtschaftsbeziehungen zum Regime von Machthaber Muammar al Gaddafi auf die Seite der Aufständischen.

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