GM will Opel nicht verkaufen

Der US-Autobauer General Motors (GM) will an seiner europäischen Tochter Opel festhalten. Opel werde nicht verkauft, sagte GM-Chef Daniel Akerson zu Beginn der Tarifverhandlungen mit der US-Gewerkschaft United Auto Workers. Eigentlich kommentiere das Unternehmen Spekulationen nicht, sagte Akerson. „Aber ich kann dieses sagen: Opel steht nicht zum Verkauf.“

Bereits vor zwei Wochen hatte die GM-Zentrale ein Bekenntnis zu Opel abgegeben. „Opel gehört seit 1928 zur GM-Familie und bleibt wichtig für das Unternehmen“, hatte der US-Autobauer damals erklärt. Akerson selbst hatte sich bislang nicht öffentlich geäußert.

Spekulationen bereits seit Wochen

Ende Juni war in Magazinberichten über einen Verkauf von Opel spekuliert worden. General Motors hatte die Berichte lange unkommentiert stehen lassen. Als einer der möglichen Käufer wurde Volkswagen genannt mit dem Ziel, chinesische oder koreanische Interessenten auszustechen und diese damit am Vordringen auf den europäischen Markt zu hindern.

Die Opel-Führung hatte die Berichte als falsch zurückgewiesen. Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke nannte die Verkaufsgerüchte „reine Spekulation“. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte GM auf, schnell Klarheit über die Zukunft von Opel zu schaffen. GM hatte die Verkaufsgerüchte zuvor durch halbherzige Dementis eher genährt als beendet.

OPEL Standorte Deutschland

General Motors hatte Opel schon einmal beinahe verkauft, als der US-Autobauer vor zwei Jahren seine Insolvenz bewältigen musste. Im letzten Moment hatte sich das Management in Detroit aber gegen eine Trennung entschieden. Am Opel-Standort in Rüsselsheim sitzt eines der wichtigsten Entwicklungszentren des gesamten Konzerns. Opel schreibt seit langem Verluste, konnte das Minus zuletzt aber eindämmen. 2012 sollen unterm Strich wieder Gewinne stehen.

Original, Google Cache, archive.org

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