Mehr Durst – auch ohne Biergartenwetter

Bierglas wird gefüllt
Die Deutschen haben wieder mehr Durst auf ihr Nationalgetränk.

Nach einer Durststrecke im vergangenen Jahr trinken die Deutschen wieder mehr Bier. Im ersten Halbjahr setzten Brauereien und Bierlager rund 49,5 Millionen Hektoliter des Gerstensaftes ab – ein Prozent oder 0,5 Millionen Hektoliter mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statische Bundesamt mitteilte.

Mehr als 83 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren demnach für den Inlandsverbrauch bestimmt. Er stieg um 0,2 Prozent auf 41,4 Millionen Hektoliter. Steuerfrei gingen insgesamt 8,1 Millionen Hektoliter (plus 5,3 Prozent) in den Export und als sogenannter Haustrunk an die Beschäftigten von Brauereien.

Höchster Absatz in Bayern und Nordrhein-Westfalen

Den höchsten Absatz verzeichneten die Brauer in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Im bevölkerungsreichsten Bundesland stieg die Nachfrage um 0,5 Prozent auf 12,1 Millionen Hektoliter, in Bayern legte sie um 1,8 Prozent auf 10,8 Millionen Hektoliter zu. Den stärksten Zuwachs gab es in Hessen (plus 12,2 Prozent auf 1,6 Millionen Hektoliter).

In der Weinregionen Rheinland-Pfalz und Saarland tranken die Menschen ebenfalls mehr Bier als im ersten Halbjahr 2010. Der Absatz stieg um 3,2 Prozent auf 3,7 Millionen Hektoliter. Einen deutlichen Rückgang um 7,7 Prozent auf 1,9 Millionen Hektoliter gab es dagegen in Berlin und Brandenburg.

Biermischungen legen weiter zu

Gestiegen ist nach Angaben der Statistiker der Anteil der Biermischungen am Absatz. Biere gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen machten mit 2,0 Millionen Hektolitern 4,1 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 wurden davon 1,6 Prozent mehr abgesetzt.

Im Jahr 2010 war der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier in Deutschland auf den historischen Tiefststand von 101,8 Litern gesunken.

Original, Google Cache, archive.org

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter tagesschau.de abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.