Neue Offensive der Aufständischen im Westen

Aufständische auf dem Weg zur Front in der Provinz Nalut
Aufständische auf dem Weg zur Front in der Provinz Nalut

Aufständische haben im Westen Libyens eine neue Offensive gegen die Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi gestartet. Der Vorstoß aus dem von den Rebellen kontrollierten Nafusa-Gebirge richtete sich gegen einen wichtigen Stützpunkt der Gaddafi-Truppen in Gazaija in der Provinz Nalut. Der Ort wurde von den Rebellen eingenommen, berichtete der Nachrichtensender Al Arabija.

Aufständische beherrschene Ebene am Fuße des Nafusa-Gebirges

Ein Reporter des Nachrichtensenders Al Dschasira berichtete, dass Hunderte von bewaffneten Aufständischen an die Front verlegt wurden. Es handele sich um eine der größten Militäroperationen der Gaddafi-Gegner in der jüngsten Zeit. Dabei sollen die Gaddafi-Truppen aus den Niederungen am Fuße des Nafusa-Gebirges und dem Gebiet an der Grenze zu Tunesien verdrängt werden.

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Gazaija wichtig für Nachschub

Die Rebellen kontrollieren bereits den Grenzübergang Wasin nach Tunesien. Doch von Gazaija aus kann die Gaddafi-Artillerie ihre einzige Nachschubroute unter Feuer nehmen. Der Hauptstadt Tripolis, dem Machtzentrum Gaddafis, kommen die Rebellen mit der Offensive allerdings nicht näher.

Reportage über eine „begleitete“ Reise durch Libyen

Pünktlich zur Propaganda-Show in Sawija
Der Krieg in Libyen geht unvermindert weiter. Um sich ein Bild zu machen, hat sich ARD-Korrespondent Jörg Armbruster auf eine von Gaddafis Leuten organisierte Tour eingelassen – immer begleitet von Aufpassern, die auch aufs richtige Timing achteten.

Auch Portugal erkennt Rebellenrat an

Tunesien schloss wegen der Kämpfe alle Grenzübergänge nach Libyen. In Libyen liefern sich seit Monaten Rebellen und Regierungssoldaten erbitterte Kämpfe. Den Aufständischen ist trotz Luftunterstützung durch die NATO der entscheidende Durchbruch bislang nicht gelungen.

Unterdessen folgte Portugal dem Beispiel Großbritanniens und weiterer Staaten und erkannte den Rebellenrat als einzig legitimen Vertreter Libyens an. Damit haben rund 30 Länder – darunter die USA und Deutschland – diesen Schritt getan.

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