Militärführer der libyschen Rebellen getötet

Der Oberkommandierende der libyschen Aufständischen ist getötet worden. Der Nationale Übergangsrat der Opposition bestätigte den Tod von Abdelfattah Junis.

Junis und seine Begleiter hätten sich auf dem Weg von der Front nach Bengasi befunden und seien vor ihrer Ankunft erschossen worden. Sicherheitskräfte der Aufständischen hätten den Drahtzieher des Anschlags bereits festgenommen, sagte der Vorsitzende des Rates, Mustafa Abdul Dschalil.

„Ein Held der Revolution“

Mustafa Abdul Dschalil
Mustafa Abdul Dschalil (Mitte) lobte Abdel Fatah Junis‘ Vedienste.

Dschalil erklärte weiter, Junis sei einbestellt worden, um Auskünfte über militärische Angelegenheiten zu erteilen. Er nannte Junis „einen der Helden der Revolution“. Gaddafi versuche, die Einheit der Aufständischen zu brechen. Dschalil warf dem libyschen Machthaber jedoch nicht direkt vor, für Junis‘ Tod verantwortlich zu sein, sprach aber eine Warnung an „bewaffnete Gruppen“ im Einflussgebiet der Rebellen aus. Sie müssten sich dem Kampf gegen Gaddafi anschließen oder würden ihre Festnahme riskieren, sagte Dschalil.

Zuvor hatte ein Sprecher der Aufständischen allerdings mitgeteilt, Junis sei in der Einsatzzentrale in der Nähe der Front in Gewahrsam genommen und für ein Verhör nach Bengasi gebracht worden. Es bestehe der Verdacht, dass Junis über Familienmitglieder noch immer Kontakt zum Gaddafi-Regime habe, sagte Mohammed al Ridschali.

Junis war Innenminister unter Gaddafi und galt als die Nummer zwei in dessen Machtapparat. Er sagte sich aber im Februar von Gaddafi los und schloss sich den Rebellen an.

Original, Google Cache, archive.org

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