UNO verlängert Mandat für Darfur

Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat für die gemeinsame Mission von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union (UA) für den Friedenseinsatz in der sudanesischen Krisenregion Darfur verlängert. Die 23.000 Soldaten und 4000 zivilen Mitarbeiter der UNAMID sollten ein weiteres Jahr für Sicherheit sorgen, entschied das Gremium.

UNAMID soll das Darfur-Friedensabkommen von 2006 umsetzen und dabei besonders den Schutz der Zivilbevölkerung vor bewaffneten Überfällen gewährleisten. Außerdem beteiligen sich die Soldaten an humanitären und Wiederaufbauprojekten. An dem Einsatz nehmen auch bis zu 50 deutsche Soldaten teil.

Bürgerkrieg seit 2003

In Darfur war im Februar 2003 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. In dem Konflikt starben nach UN-Schätzungen bislang bis zu 300.000 Menschen, weitere 1,8 Millionen wurden in die Flucht getrieben. Mitte Juli unterzeichnete die sudanesische Regierung einen Friedensvertrag mit der Rebellengruppe „Bewegung für Befreiung und Gerechtigkeit“ in Darfur, die einflussreichste Rebellenbewegung der Region schloss sich dem Abkommen jedoch nicht an.

Karte Sudan und Südsudan
Die Krisenregion Darfur verbleibt nach der Unabhängigkeit des Südsudans beim Norden.

Original, Google Cache, archive.org

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