Drei E.ON-Standorte vor dem Aus?

Der Energiekonzern E.ON will einem Medienbericht zufolge drei Standorte in Deutschland aufgeben und mehrere hundert Arbeitsplätze streichen. Neben der E.ON-Energie-Sparte in München und der E.ON-Kraftwerkstochter in Hannover solle auch die in Essen ansässige Gashandelstochter E.ON Ruhrgas aufgelöst werden, schreibt „Der Spiegel“ unter Berufung auf einen aktuellen Vorstandsbeschluss. Weiter benötigte Geschäftsbereiche der Töchter sollten auf bestehende oder neu zu schaffende Gesellschaften in der Düsseldorfer Konzernzentrale übertragen werden. Ähnliche Modelle seien auch für ausländische E.ON-Unternehmen geplant.

Das Logo auf dem Verwaltungsgebäude des Energieversorgers E.ON
Das Logo auf dem Verwaltungsgebäude des Energieversorgers E.ON

E.ON-Chef Johannes Teyssen muss dem Bericht zufolge seine Pläne noch durch den Aufsichtsrat bringen. Geplant sei dazu eine Klausursitzung der Kontrolleure in der kommenden Woche in Hamburg. Widerstand der Gewerkschaften zeichnet sich bereits ab. „Wir kennen keine konkreten Pläne. Aber es ist schwer vorstellbar, dass ein solches Konzept eins zu eins den Aufsichtsrat passieren kann“, sagte ein ver.di-Sprecher den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.

Kein Kommentar, kein Dementi

E.ON selbst wollte den Medienbericht nicht kommentieren. In einer Mitteilung des Konzerns hieß es, „in Folge der erheblich veränderten Rahmenbedingungen prüft E.ON derzeit mögliche Anpassungen der Strategie und der Aufstellung des Unternehmens“. Entscheidungen hierzu seien noch nicht gefallen.

Bereits im Jahr 2009 hatte E.ON in Deutschland 2000 und weltweit weitere 4000 Arbeitsplätze gestrichen.

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