Ein Militäreingriff ist für Niebel keine Option

Seit 20 Jahren herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Jetzt wird das Land auch noch von der schwersten Dürre seit Jahrzehnten heimgesucht. Radikale Islamisten wollen aber keine Hilfe ins Land lassen.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel lehnt eine militärische Lösung dennoch ab. Die vergangenen 20 Jahre hätten gezeigt, dass ein Eingreifen kurzfristig keine Wirkung gezeigt habe, sagte er im tagesthemen-Interview. Niebel sprach sich vielmehr für eine Sicherung des Flughafens in der Hauptstadt Mogadischu und Gespräche mit gemäßigten Milizen vor Ort aus.

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  • Entwicklungsminister Dirk Niebel zur Situation in Ostafika
  • Länge: 0:04:32
  • Datum: 2011-08-02T23:36:00.000+02:00

„Solange alle politischen Möglichkeiten noch nicht nachhaltig ausgeschöpft sind, sollte man nicht mit militärischen Optionen spekulieren“, so Niebel. Es gehe nicht um eine politische Auseinandersetzung, sondern um eine große humanitäre Katastrophe. Deshalb müsse man jetzt versuchen, möglichst vielen Menschen zu helfen. Langfristig müsse dann die Entwicklung ländlicher Räume vorangebracht werden, um derartige Katastrophen in Zukunft zu verhindern.

Aufruf zur Geberkonferenz am 9. August

Den Aufruf zu einer Geberkonferenz am 9. August wertete Niebel als „gutes Zeichen“. Damit könnten auch die anderen Länder Afrikas mit ins Boot geholt werden – insbesondere die arabischen Staaten.

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  • Flüchtlingslager in Kenia: 400.000 Menschen finden in Dadaab Zuflucht
  • Länge: 0:01:54
  • Datum: 2011-08-02T22:37:00.000+02:00

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