20 Tote nach US-Drohnenangriff

Bei einem US-Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Bei den Opfer in den Stammesgebieten im Grenzgebiet von Pakistan und Afghanistan handele es sich nach Angaben von Sicherheitsvertretern um Aufständische. Es seien allesamt Mitglieder des mit Al Kaida verbundenen Haqqani-Netzwerks, sagte ein Sicherheitsvertreter in Peschawar. Die Gruppe gilt als gefährlichster Gegner der NATO-Truppen im Osten Afghanistans.

US-Drohne
US-Drohnenangriffe stoßen in Pakistan auf heftige Kritik. (Archivbild)

Eine US-Drohne habe in der Nacht eine Rakete auf ein Fahrzeug und eine weitere auf ein Gebäude nahe der Stadt Miranshah abgefeuert, sagte der Sicherheitsvertreter. Miranshah ist die größte Stadt im Stammesgebiet Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan. Unter den Trümmern seien die Leichen von mindestens 20 Haqqani-Kämpfern gefunden worden, ergänzte der Sicherheitsbeamte. Drei weitere Aufständische seien verletzt worden. Die USA sehen den Nordwesten Pakistans als das Hauptrückzugsgebiet der Taliban sowie des Terrornetzwerks Al Kaida und verbündeter Gruppen an.

Seit der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden durch ein US-Kommando Anfang Mai sollen die USA mehr als 21 Drohnenangriffe in Pakistan geflogen sein. Die Angriffe stoßen in der Bevölkerung auf heftige Kritik, weil dabei auch immer wieder Zivilisten getötet werden. Auch die pakistanische Regierung kritisiert die Angriffe der unbemannten US-Kampfflugzeuge, duldet sie aber.

Original, Google Cache, archive.org

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