Asiatische Börsen starten im Plus

Börsen-Index in Tokio mit Passanten
Die Fed-Ankündigung hat die Lage an den asiatischen Börsen entspannt.

Nach der positiven Reaktion der Wall Street auf die Ankündigung der US-Notenbank Fed, den Leitzins bis mindestens Mitte 2013 quasi bei Null zu belassen, haben auch die Börsen in Asien wieder einen Kursanstieg verzeichnet. In Tokio stieg der Nikkei-Index bis zum Mittwochmittag (Ortszeit) um 1,15 Prozent. In Sydney stiegen die Kurse bis zum Mittag um 2,68 Prozent, in Seoul um 1,04 Prozent, nachdem sie dort am Vortag um fast zehn Prozent gefallen waren. In Hongkong stiegen die Kurse zwischenzeitlich um 3,41 Prozent, in Schanghai um 1,28 Prozent.

Der Marktanalyst Toshiyuki Kanayama warnte aber, bis zu einer Erholung der Kurse sei es noch ein „steiniger Weg“. Auch wenn mit einem weiteren Anstieg der Kurse zu rechnen sei, habe sich die Lage an den Märkten noch nicht stabilisiert. Die Fed hatte gestern nach einer mit Spannung erwarteten Sitzung angekündigt, der Leitzins bleibe noch mindestens zwei Jahre auf dem niedrigen Niveau zwischen null und 0,25 Prozent. Daraufhin waren an der New Yorker Börse die Aktienkurse nach oben geklettert, der Dow Jones schloss mit einem Plus von fast vier Prozent, der Technologieindex Nasdaq mit einem Plus von 5,29 Prozent. Auch die Börsen in Lateinamerika schlossen mit einem Plus.

Dollar weiter unter Druck

Auch die Lage am Devisenmarkt stabilisierte sich im asiatischen Handel etwas. Die US-Währung steht aber weiter unter Druck. Wie schon in den vergangenen Handelstagen gibt die US-Währung vor allem gegenüber der japanischen Währung Yen nach. In Tokio fiel der Dollar wieder deutlich unter die Marke von 77 Yen und näherte sich damit wieder den historischen Tiefstständen von März.

Der japanische Finanzminister Yoshihiko Nado betonte vor dem Parlament erneut, dass der starke Yen ein Problem für die wirtschaftliche Erholung des wegen des Erdbebens und Tsunamis angeschlagenen Landes ist. Japans Regierung hatte erst in der vergangenen Woche am Devisenmarkt eingegriffen, um den Höhenflug der heimischen Währung zu stoppen. Die Intervention ist jedoch unter anderem wegen der Abstufung der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor’s schnell verpufft.

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