2000 Flüchtlinge auf Lampedusa angekommen

Etwa 2000 Flüchtlinge überwiegend aus Libyen sind über das Wochenende auf der italienischen Insel Lampedusa gelandet. Die afrikanischen Migranten kamen auf rund einem Dutzend Booten über das Mittelmeer nach Italien. Unter ihnen waren rund 100 Frauen und etwa 40 Kinder, darunter drei Neugeborene.

Flüchtlinge auf dem Weg nach Lampedusa (05.08.2011)
Flüchtlinge auf dem Weg nach Lampedusa (05.08.2011)

Eine derzeit ruhige See begünstigt die Überfahrt, die immer wieder von verzweifelten Menschen in oftmals wenig seetauglichen Booten versucht wird. Die Hälfte der Flüchtlinge sollte von der Insel aus in ein anderes Aufnahmelager in Süditalien gebracht werden. Für die übrigen sei ein Transfer in den nächsten Tagen geplant, hieß es.

Auch auf Sardinien kamen in der Nacht zum Sonntag zwei Boote mit 48 Menschen an.

Vor allem Gastarbeiter flüchten

In den vergangenen Monaten hatten sich tausende Menschen vor den Kämpfen in Libyen über das Meer abgesetzt, darunter vor allem Gastarbeiter aus anderen afrikanischen Staaten. Hunderte von ihnen kamen während der Überfahrt nach Lampedusa in ihren oftmals wenig seetauglichen Booten ums Leben.

Seit Beginn der Kämpfe in Libyen Mitte März gelten nach UN-Angaben mindestens 1500 der dort aufgebrochenen Bootsflüchtlinge als vermisst. Nach Schätzung der katholischen Hilfsorganisation Sant’Egidio sind seit Jahresbeginn mindestens 1820 Flüchtlinge aus Nordafrika bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, im Mittelmeer ertrunken.

Original, Google Cache, archive.org

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