Neonazi-Anwalt Rieger zu Geldstrafe verurteilt

Der Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger ist wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Magdeburg sahen es in dem Berufungsverfahren als erwiesen an, dass der Angeklagte vor mehr als zwei Jahren am Rande einer Demonstration einen Politiker der Linkspartei durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt hatte. Sie verurteilten ihn deswegen zu einer Geldstrafe von insgesamt 4500 Euro.

Rieger bestritt hingegen die Vorwürfe. Er räumte in der Verhandlung lediglich ein, den Linkspartei-Politiker an der Brust gefasst und geschüttelt zu haben. Er sei bei einer Gedenkminute der Rechten „wie eine Hampelmann“ auf und ab gesprungen. Das habe ihn empört, sagte Rieger. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Rieger kann noch eine Revision beantragen

In erster Instanz war der Hamburger Anwalt vom Amtsgericht Magdeburg vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden. Dagegen hatte der Geschädigte, der als Nebenkläger auftrat, Berufung eingelegt. Der Vorfall hatte sich im Januar 2005 am Rande einer von Rechtsextremen veranstalteten Demonstration zum 60. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs ereignet. Rieger, der auch Hamburger NPD-Chef ist, ist wegen politisch motivierter Straftaten schon mehrfach vorbestraft.

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