Obama triumphiert über Clinton

Der Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, Barack Obama, hat seine Siegesserie in Maine fortsetzen können. Nach Auszählung von 95 Prozent der Wahlbezirke kam Obama auf 59 Prozent der Stimmen, Clinton auf nur 41 Prozent. Der Staat im Nordosten der USA entsendet 24 Delegierte auf den Nominierungsparteitag.

Durch seinen Sieg schließt Obama immer näher zu seiner Konkurrentin auf. Nach einer Berechnung des US-Fernsehsenders CNN kann der Senator aus Illinois bisher mit 1120 Delegiertenstimmen rechnen, die frühere First Lady mit 1123. Für einen Sieg auf dem Nominierungsparteitag im Sommer braucht ein Bewerber mindestens 2025 der 4049 Delegiertenstimmen.

Wichtig ist neben den Delegiertenstimmen aber auch der psycholgische Faktor. Die Kampagne Obamas könnte nach den teils deutlichen Siegen in Louisiana, im Staat Washington, Maine und in Nebraska und auf den zu den USA gehörenden Jungferninseln in der Karibik weiter an personeller und finanzieller Unterstützung gewinnen.

Clinton wechselt Wahlkampfmanagerin aus

Clinton entschied sich nach ihren jüngsten Niederlagen zu einem bedeutenden Personalwechsel. Ihre bisherige Wahlkampfmanagerin Patti Solis Doyle werde den Posten an Maggie Williams abtreten, erklärte die New Yorker Senatorin. Clinton dankte Doyle für ihre „Freundschaft und die herausragende Arbeit“ und kündigte an, dass sie auch in den kommenden Wochen weiter auf die Beraterin hören werde.

Maggie Williams war während der Präsidentschaft Bill Clintons die Stabschefin von Hillary. Sie tritt ihr neues Amt bereits in dieser Woche an.

Am Dienstag drei weitere Staaten

Morgen stehen drei weitere Vorwahlen an: in Virginia, dem benachbarten Maryland und in der Hauptstadt Washington D.C. Die neuesten Umfragen sehen auch dort Obama vor Clinton. Eine endgültige Entscheidung zwischen beiden Kandidaten ist allerdings auch dabei nicht zu erwarten, dafür liegen beide zu dicht beieinander.

Bei den Republikanern konnte John McCain seine Favoritenrolle behalten, allerdings gewann sein Rivale Mick Huckabee in Kansas und Louisiana. McCain lag im Bundesstaat Washington vorne. Laut ABC verfügt McCain allerdings noch immer über einen komfortablen Vorsprung: Er hat bisher 712 Delegiertenstimmen, Huckabee 234. McCains bislang härtester Rivale Mitt Romney hatte seine Bewerbung am Donnerstag zurückgezogen.

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