Vattenfall verliert fast 200.000 deutsche Kunden

Fast 200.000 deutsche Kunden haben Vattenfall im Sommer die Kündigung geschickt und den Stromanbieter gewechselt. Als Grund nennt der schwedische Energiekonzern die Preissteigerungen und die Pannenserie in zwei deutschen Atomkraftwerken. „Das ist die Konsequenz einer Vertrauenskrise, vor allem im Gefolge der Ereignisse in Krümmel und Brunsbüttel“, erklärte Vattenfall-Chef Lars Josefsson. Es gehe aber auch um die „zunehmend harte Konkurrenz um den Endkunden und die zunehmende Neigung der Verbraucher zum Wechsel des Stromversorgers“.

Dank an den deutschen Fiskus

Trotz der Massenflucht von Kunden hat Vattenfall aber in Deutschland in den ersten neun Monaten mit 1,2 Milliarden Euro knapp sieben Prozent mehr verdient, während der Konzern insgesamt einen leichten Gewinnrückgang verbuchte. Eine ganz große Rolle habe die von der Großen Koalition in Berlin beschlossene Senkung der deutschen Unternehmenssteuern gespielt, erklärte Josefsson. Sie spülte den Skandinaviern seit Jahresbeginn 315 Millionen Euro zusätzlich in die Kasse.

Milliarden-Investitionen in Deutschland

Um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, will Vattenfall in Deutschland bis 2012 etwa sechs Milliarden Euro investieren. Geplant sind der Neubau und die Modernisierung von Kraftwerken sowie der Ausbau der Netze.

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