Letzter Überlebender der Weltkriegs-Verbrüderung tot

Der letzte britische Überlebende der legendären „Weihnachts-Verbrüderung“ zwischen den Feinden im Ersten Weltkrieg ist tot: Wie seine Familie mitteilte, starb Alfred Anderson mit 109 Jahren in seiner schottischen Heimatstadt Newtyle. Mit seiner schottischen Einheit – dem Fünften Batallion der Black Watch – hatte er als 18-Jähriger über Weihnachten 1914 die Waffen schweigen lassen und gemeinsam mit deutschen und französischen Soldaten das Christfest begangen: Statt sich weiter bis aufs Blut zu bekämpfen, kamen Tausende Beteiligte damals aus den Schützengräben, sangen gemeinsam Weihnachtslieder, tauschten Geschenke aus und spielten miteinander Fußball.

Als ältester Mann Schottlands verstorben

Nach Angaben des Priesters und früheren Armeeseelsorgers Neil Gardner schlief Alfred Anderson in der Nacht zum Montag friedlich in einem Pflegeheim ein. „Er war Schottlands ältester Mann. Doch er blieb klarsichtig bis zum Ende.“ Anderson war nach seinem Weltkriegseinsatz unter anderem in die französische Ehrenlegion aufgenommen worden.

Von der kurzzeitigen Verbrüderung über die Fronten des Ersten Weltkrieges hinweg erzählt der Streifen „Merry Christmas“, der demnächst in die Kinos kommen wird.

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