Wenn Hollywood der Stoff ausgeht

In Hollywood steht möglicherweise ein Streik der Drehbuchautoren bevor. Wie die „Los Angeles Times“ berichtet, konnten sich die Autorengewerkschaft „Writers Guild“ und die Allianz der amerikanischen Film- und Fernsehproduzenten (AMPTP) nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Der alte ist um Mitternacht ausgelaufen. Einen Termin für neue Verhandlungen gibt es noch nicht. Damit könnte es nun jederzeit zu einem Streik kommen.

Erster Streik seit 1988?

Die 12.000 Mitglieder in der „Writers Guild“ hatten kürzlich mit einer überwältigenden Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt, sollte es keinen „fairen und vernünftigen Vertrag“ mit den Film- und Fernsehproduzenten geben.

Ein Streik würde viele Film- und TV-Projekte in Hollywood lahmlegen. Der Verband verlangt vor allem eine bessere Vergütung für die Schreiber, wenn ihre Arbeit auf DVDs, im Internet und auf Mobiltelefonen verbreitet wird. Beide Seite hatten seit Juli miteinander verhandelt. Die Autoren könnten eine Weile ohne Vertrag weiter arbeiten oder sofort den Streik ausrufen. Es wäre die erste große Arbeitsniederlegung seit 1988. Damals befanden sich die Schreiber 22 Wochen im
Ausstand. Der Schaden für die Film- und Fernsehindustrie wurde damals mit 500 Millionen Dollar beziffert.

Original, Google Cache, archive.org

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